Die Flutwelle erfasste dutzende Häuser. Eine
Mutter hatte sich mit ihrem Kleinkind auf ein
Dach gerettet, doch wurde dieses zusammen mit
den Menschen vom Wasser mitgerissen. Dutzende
Häuser fielen zusammen, hieß es.
Das Hochwasser hatte sich nach heftigen
Wolkenbrüchen in den Tälern Tiblea und Ilisua
gebildet. Am stärksten betroffen waren die
Gemeinden Spermezeu und Tirlisua. Hunderte
Menschen brachten sich auf Hügeln in Sicherheit.
Seit dem vergangenen Sonntag ziehen heftige
Gewitter über Rumänien. Örtlich regnete es
binnen weniger Stunden über 100 Liter pro
Quadratmeter. Insgesamt seien 53 Ortschaften in
acht Verwaltungskreisen von den Unwettern
betroffen, hieß es in einer Bilanz des
Innenministeriums vom Mittwoch. 549 Menschen
mussten in Sicherheit gebracht werden.
Die Fluten überschwemmten 1.130 Häuser und 2.700
Hektar Felder und Wiesen. 75 Brücken und Stege
wurden zerstört, zahlreiche Landstraßen waren
unbefahrbar. Zehn Dörfer waren am Mittwoch von
der Außenwelt abgeschnitten.
(apa)