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das „projekt madalina" – 1998
Drei Monate lang war Madalina Sandu unser Gast in Mainz. Sie hat ihre Prothesen bekommen und kann nun wieder laufen - endlich!

Wir alle, Vorstands- und Vereinsmitglieder, Ärzte, Betreuer, Helfer, Spender, Sponsoren und Pateneltern haben uns viel Mühe gegeben und alles getan, was uns möglich war und ist. Wir haben finanzielle Hilfe ermöglicht, sie gut untergebracht und immer wieder versucht ihr den Aufenthalt in Mainz so angenehm wie möglich zu machen, damit sie sich nicht ganz fremd fühlt.

Ursprünglich waren sechs Wochen geplant, die wiederkehrenden offenen Entzündungen an Bein- und Fußstumpf haben die Fertigstellung beider Prothesen verzögert und somit die Kosten in die Höhe getrieben. Wir mußten damit rechnen, daß zukünftig Entzündungen wiederkehren, der Fußstumpf anschwillt und sie die neue Fußprothese vorübergehend nicht tragen kann. Auch für diesen Fall haben wir Vorsorge getroffen, damit Madalina gehen kann. So ließen wir eine Ersatzprothese anfertigen, die sie auch bei einer Entzündung oder Anschwellung tragen kann. Dies erhöhte nochmals die Kosten. Statt der geplanten 19.000 Mark für Prothesen sind jetzt 30.000 Mark zu bezahlen. Auch die Kosten für Unterbringung im Heim stiegen von geplanten 3.000 Mark auf letztlich 4.750 Mark. Auch die laufenden Kosten wie Taschengeld, Inlandsfahrten (Taxi, Bus oder Fahrer), Medikamente, Toiletten- und Hygieneartikel u.v.m. stiegen durch den längeren Aufenthalt erheblich an. Letztendlich kommt das „Projekt Madalina" auf stolze 45.000 Mark. (Zum Vergleich: Attila Csiszár war vier Monate in Mainz und die Kosten beliefen sich auf 60.000 Mark. Inzwischen studiert Attila in Budapest Informatik, ein Stipendium, das H.I.L.F.T. mit Patenschaften finanziert)

Wir haben erst 39.000 Mark zusammen und bitten noch um weitere Spenden auf das Konto

hilft e.V., sparkasse mainz, kontonummer 103 411 0161, blz 550 501 20, stichwort „madalina"

Ohne den persönlichen Einsatz von so vielen engagierten Menschen hätten wir ihr nicht helfen können, nicht auf diese intensive und vielfältige Art und Weise. Madalina hat diese zum Teil außergewöhnlich großen Bemühungen von uns allen täglich erfahren und weiß dies zu schätzen. Erfahrungen, die sie nicht vergessen wird, Erfahrungen für die sie sehr dankbar ist.

Doch viel mehr als Bein- und Fußprothesen, Zahnersatz, Kleidung und andere materielle Dinge hat sie von uns bekommen. Madalina hat hier in Deutschland Freunde gewonnen, Freunde, die es ehrlich meinen. Ehrlich mit der Hilfe und ehrlich mit ihr. Das zu wissen tut auch mir gut in unserer sonst so egoistischen Gesellschaft.

Zu diesen Freunden gehören auch Menschen, die einer humanitären Organisation (Zonta-Club, Rotary-Club z.B.) oder eines größeren Unternehmens oder einer öffentlichen Einrichtung vorstehen. Sie kamen mit Madalina in Kontakt und aufgrund ihrer Ausstrahlung, Intelligenz, ihrer ganzen Art sind viele bereit Madalina auch in Zukunft zu unterstützen. Denn es ergab sich in einigen Gesprächen, daß Madalina Medizin studieren wollte, sie jedoch in Bukarest keine Möglichkeit dazu hatte. Hier in Mainz bekommt sie durch finanzielle und organisatorische Unterstützung sowie durch ganz praktische Hilfeleistungen die Möglichkeit dazu. So kommt Madalina bereits am 10. Februar zurück und lernt die deutsche Sprache. Bei bestandenem Abschluß kann sie sich noch zu diesem Herbstsemester an der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität zu einem Vollstudium der Humanmedizin einschreiben.

Doch auch hier brauchen wir noch finanzielle Unterstützung und suchen vor allem Pateneltern, die sich für ein oder zwei Jahre verpflichten monatlich einen bestimmten Betrag (ab 50 DM) zur Verfügung zu stellen.

Füllen Sie den nachfolgenden Patenschaftsvertrag aus und schicken Sie bitte zurück an hilft e.V., Postfach 210 167 in 55060 Mainz, damit das Studium von Madalina garantiert ist. Es wäre nicht nur für Madalina eine großartige Sache, denn nach der Hilfe für Attila Csiszár wäre dies jetzt das zweite Stipendium, das hilft finanziert. Für jeden der beiden eine Lebenshilfe von größter Bedeutung.

Wir selbst sind glücklich über Entwicklung und Verlauf dieser für uns neuen Art der Hilfe am Menschen und auch stolz darauf. Madalina und Attila sind ein Anfang von Hilfe am Nächsten und hoffen auf weitere großzügige Unterstützung von draußen, damit wir in Zukunft noch vielen chancen- und mittellosen jungen Menschen helfen können, ganz nach der Bedeutung des Wortes hilft - Hilfe Ist Leben (und Liebe) für Tausende.

Ihnen allen, die Sie Madalina und uns geholfen haben sei an dieser Stelle ein von Herzen kommendes Dankeschön ausgesprochen, auch im Namen des Vorstandes. Wir sind uns ihrer großartigen Hilfe bewußt und werden Sie auch in Zukunft nicht enttäuschen. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle Herr Anton Issel, Direktor der LBS (Landes Bausparkasse) und seiner lieben Frau und Tochter sowie Frau Sauer von der LBS, die sich in ganz besonderer Weise durch ihre Hilfe ausgezeichnet haben. Bleiben Sie uns treu und helfen Sie uns weiter, damit wir anderen weiterhelfen können.

DANKESCHÖN, Ihr Kurt Assmuss.
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