dankesrede von madalina sandu
Liebe Freunde,
ich bin glücklich, daß ich nach Mainz kommen konnte, und ich sehe jetzt wieviel gute Menschen das Schicksal in mein Leben bringen kann.
Ich war schockiert als ich erkannte, daß ich kein normales Leben mehr führen kann. Zunächst mußte ich mit mir selbst kämpfen und dann mit meinem Leben. Das gab mir genug Mut um Hilfe zu bitten und zu hoffen.
Jesus Christus sagt: „Bittet und es wird Dir geholfen". Ich bat um Hilfe und Sie alle boten Ihre Hilfe.
Ich werde niemals genug Worte finden, Ihnen zu danken für das, was Sie für mich getan haben.
Ich kann ihnen nur Schritt für Schritt zeigen was ich mit dem Leben, das Sie mir angeboten haben, gemacht habe. Ich habe dieses Leben gekämpft und gewonnen, aber ich dachte das Leben hat keinen Wert, solange ich nur im Rollstuhl sitze. Jetzt habe ich die Möglichkeit wieder etwas zu erreichen.
Ich habe bereits Pläne für mein neues Leben, und jeder von Ihnen hat dazu beigetragen, diese Pläne zu verwirklichen. Jeder von Ihnen hat mir geholfen, die Basis für einen neuen Start aufzubauen. Aber der Kampf geht weiter, und ich könnte ihn nicht ohne Sie bestehen.
Zuerst muß ich Herrn Assmuss danken. Eigentlich ist er „an allem Schuld". Es sieht so aus, als ob er einen erfolgreichen Weg geht, anderen Menschen zu helfen und sie wieder glücklich zu machen, zumindest aber Ihnen eine Basis für Hoffnung und Glück zu geben. Wie Sie alle wissen, bin ich nicht die Erste, deren Leben sich total verändert hat, nachdem ich ihn getroffen hatte. Vor mir war es Attila Csiszar und ich denke, Sie alle wissen, was er war bevor er Herrn Assmuss kannte und was er jetzt ist.
Ich kann nur hoffen meine gesteckten Ziele zu erreichen, aber alle Erfolge in meinem Leben werde ich Ihnen allen zuordnen.
Ich möchte auch allen Menschen danken, die in diesem Hause (in der Behindertenwohnstätte Münchfeld) arbeiten. Sie alle hatten großes Verständnis für mich und eine echte Freundschaft. Die Momente von Heimweh wurden mir durch sie erleichtert.
Ich kann Ihnen nur versprechen, mit Ihnen in Verbindung zu bleiben. Sie gaben mir Flügel um weiter fliegen zu können. Nun muß ich Ihnen zeigen was ich damit gemacht habe.
Wie ich bereits sagte, reichen Worte nicht aus meine Dankesgefühle auszudrücken. So will ich meine Rede mit einem „Danke" vom Grund meines Herzens beenden.
Mainz, den 21. November 1998
Madalina Sandu