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Nach zweieinhalb Flugstunden bei gutem Wetter betrat sie am 12. September 1998 auf dem Frankfurter Flughafen zum ersten Mal in ihrem Leben einen fremdländischen Boden. Glück und Angst vor dem Ungewissen spiegelte sich in ihren großen dunklen Augen. Wir brachten sie in das Mainzer Behindertenwohnheim Münchfeld, wo auch der eingangs erwähnte junge Mann (Attila Csiszár) 1996 vier Monate wohnte. Dort bekam sie einen großen Raum, in dem auch ihre Mutter, die einige Zeit später für vier Wochen zu Besuch kam, kostenlos wohnen konnte. An dieser Stelle ein Dankeschön an den Heimleiter, Herrn Jean-Paul Theató.

Rollstuhlgerecht und nicht gerade luxoriös, doch so gemütlich eingerichtet, wie es uns möglich war. Für drei Monate das neue Zuhause von Madalina.

Oft mußte Madalina an einem Tag von Termin zu Termin. Mit dem Vereinsbus von hilft ging es vom Heim zur Fa. Frohnhäuser die Prothesen anpassen, danach zum Arzt, dann zur Apotheke oder zum Einkaufen in die City von Mainz, nachmittags Deutschunterricht mit Herrn Jesse und abends zu Besuch nach Mainz oder Wiesbaden und wieder zurück ins Heim.

In solchen Fällen stellte sich als fröhlicher und gut gelaunter Begleiter, Fahrer und Helfer der Kosovo-Albaner und Schwager von Ehepaar Assmuss Naser Rustemi (Naki) gerne zur Verfügung.
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